Belanglose Alltäglichkeiten

Erinnerungen von F.O.

Hallo?!?!?!

Gestern habe ich eine Email von einem Käufer einer meiner bei Ebay reingestellten Sachen bekommen. Er konnte unter meinem Namen keine Telefonnummer im Berliner Telefonbuch finden und ich solle ihm doch meine Telefonnummer geben, damit er meine Adresse überprüfen kann, da er sonst das Geld nicht überweist. Hallo?! Was soll denn der Scheiß? Hat der zuviel Zeit, dass er Telefonbücher durchstöbern kann?

30. Mai 2007 Geschrieben von | Das wahre Leben - unzensiert | 4 Kommentare

Man könnte den Text “Nachts, alleine im Parkhaus” nennen.

Es ist nachts und du bist alleine. Du läufst zu deinem Auto im Parkhaus und du denkst: “Es ist nachts und ich bin alleine. Ich laufe zu meinem Auto im Parkhaus.” Fakt ist, dass es nachts ist, du alleine bist und zu deinem Auto im Parkhaus läufst. Wir denken uns gruselige, leise, Psycho- / Horrorfilm – Mucke. Schließlich ist es nachts und jemand läuft alleine zu seinem Auto im Parkhaus.

Was bisher geschah:

Im Osten geht die Sonne auf, im Süden hällt sie Mittagspaus’ im Westen will sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.

Wir fassen zusammen:

Die Sonne ging im Westen unter und die Kreatur der Nacht, die jetzt alleine zu ihrem Auto im Parkhaus läuft, amüsierte sich noch köstlich und machte den Abend zum Tag. Doch irgendwann muss jeder Mal nach Hause, denn auch wenn es manche Leute nicht wahrhaben wollen, schlafen kann man nicht, wenn man tot ist.

Parkhaus:

Nachts. Alleine. Schnell zum Auto. Hoffentlich steht es noch. *Psychomucke dudelt im Hintergrund*  Und dann! Geht die Person durch die Tür ins Parkhaus und

BMW Parkhaus im  Hansa Center

*grusel grusel*

29. Mai 2007 Geschrieben von | Allgemein, Glamouröses Leben | 3 Kommentare

Witzig, aber nicht zum Lachen

Supernanny Diplompädagogin Katia Saalfrank ist eine tolle Frau. Spielerisch bringt sie Kinder im Beruf unter und hilft Familien, die eigentlich gar keiner helfen will und die auch gar keiner sehen will, wie ihnen geholfen wird. Doch bei ihrem Einsatz letzten Mittwoch auf RTL stieß selbst sie an ihre Grenzen. Zu groß schien der Abgrund aus sozialer Ignoranz, Armut, schlechter Luft und Gewalt. Es roch nach Plattenbau, Osten und Urin. Die Supernanny befand sich in Marzahn.
Immer wieder zoomte sich die Kamera durch Hochhausschluchten, geschickt wurde dem Zuschauer sugeriert, hier sieht es an jeder Ecke gleich aus und aus dem Beton gibt es kein entrinnen. Gleich am Anfang wurde Marzahn als Problembezirk angespriesen. Kinder und Jugendliche hängen auf den Straßen und wissen nicht, was sie tun sollen. Aus purer Langeweile, Spaß und Beschränktheit (Anm. d. Verf.) bewerfen sie sich mit Steinen, schlagen sich und hängen rauchend auf Kinderspielplätzen rum (die übrigens alle neu gestaltet sind – Anm. d. Verf.). Das gleich nebenan (wirklich nur zwanzig Meter neben dem Drehgeschehen) ein Freizeitforum mit Bibliothek, Schwimmhalle, Bowlingbahn und Kampfsportschule ist, bleibt dem Zuschauer vorenthalten.
Barbara*, Mutter von sechs Kindern und offenbar alleinerziehend, steht mit schlabbriger Freizeitkleidung auf dem Balkon. Sechs Kinder habe sie und nicht viel Geld. Sie wisse, dass es schwer ist, hier in Marzahn, aber deswegen keine Kinder haben? Sie weiß auch, dass ihre Kinder hier keine Chance haben. (Aber warum deswegen keine Kinder haben, ne.) Wieder erfolgt die Stimme aus dem Off. Das Stichwort diesmal: Perspektivlosigkeit. Keine Arbeit, keine Zukunft für immer gefangen im Sumpf der Plattenbauten in  Marzahn. Zoom zwischen die Hochhäuser.
Die Supernanny begleitet zwei grunddoofe Gören durch ihren Streifzug durch den Kiez. Eine davon ist Babs Tochter. Ein Wunder, dass die gute Katia dabei nicht überfallen wurde, denn zwischen den Hochhäuserschluchten lauert die Gefahr vor den Anwohnern dieser Kasten, dem Gesindel von Ostberlin. (Ich schildere hier nur meine Eindrücke, die ich aus dem Beitrag gewonnen habe.) Zusammen lungern sie in einem Hausflur rum, eine der Gören will wieder was an die Wände schmieren. Supernanny: “Habt ihr keine Angst, dass ihr erwischt werdet?” – “Nö!” Ein Mieter kommt durch die Haustür, schaut sie an und geht an ihnen vorbei zu seiner Wohnung. Stimme aus dem Off: In Marzahn kümmert sich keiner um den anderen. Auch die Supernanny ist geschockt über dies Ignoranz des Mieters. Und das ist die Stelle, an der mir der Kragen platzte. Was soll der Scheiß?! Als ob jeder Mieter in nem 11-Geschosser oder noch höher jeden Mieter kennt?! Außerdem haben die noch gar nichts gemacht gehabt. Was soll der Typ also mit ihnen machen?!
RTL hat mit dieser Folge genau das gezeigt, was die Leute sehen wollen, ein Bild verfestigt, was auch immer mehr Leute in Berlin in sich tragen , obwohl sie es eigentlich besser wissen sollten und könnten. In Marzahn – Hellersdorf und Hohenschönhausen lebt das deutsche Gesindel, die Ossis, die es nicht geschafft haben, nie schaffen werden, zusammengepfercht in ihren Betonbunkern aus der alten Zeit. Gleichzeitig haben hier braune Gedanken Hochkultur. Unerwähnt bleiben die neuen städtebaulichen Maßnahmen, die v.a. hier in den neueren Berliner Bezirken greifen und die Tatsache, das gerade Marzahn und Lichtenberg Hochburgen der PDS und WASG sind.
Doch lassen wir den dummen RTL – Zuschauer seine Illusion von seiner perfekten Welt und leben wir, die wissenden in dem befriedigenden Gefühl der Ahnung und Macht.
* Name geändert, da entfallen

19. Mai 2007 Geschrieben von | Berlin, Das wahre Leben - unzensiert | 7 Kommentare

Ich glaub, es hakt!

Jeder zweite Deutsche ist zu dick. Was macht man da? Klar! Mehr Steuern auf Süßigkeiten. Man macht sie zu Luxusgüter wie zum Beispiel Alkohol. Toll! Nur weil manche Eltern zu blöd sind, ihre Kinder richtig zu erziehen. Wenn Erwachsene zu viel Süßigkeiten essen, ist das wohl deren Problem. Schließlich wissen sie, was bei Überkonsum passiert. Der Staat ist nicht für gesunde Ernährung zuständig. Schon gar nicht muss er den Leuten, die Maß halten können, den Süßigkeitenkonsum vermiesen. Dann fahren wir nicht nur zum Tanken nach Polen, sondern auch zum Süßigkeiten kaufen. Was sind überhaupt alles Süßigkeiten? Zählen da Hanuta, Knoppers und Prinzenrolle auch dazu?! Ich glaube ich starte gleich eine Petition. Aber halt! Keine Competition ohne meine Tasche! Die sollen lieber den Sportunterricht fördern, vor allem in Grundschulen. So, wie es in der verbotenen Zeit war. Da liegt nämlich das Problem. Bewegungsmangel und unzureichendes Bewegungsgefühl. Jetzt erfinden sie alles neu. In der DDR (ups, jetzt habe ich das Wort gesagt!) gabs das schon. Boa!!!

15. Mai 2007 Geschrieben von | Das wahre Leben - unzensiert | 7 Kommentare

Heute beim Inlineskaten

Studentin: Wie ist das denn mit den Knien? Muss ich noch etwas beachten?

Ralf (überlegt): Machet doch einfach richtig, ja?!

4. Mai 2007 Geschrieben von | Zitatensalat | 5 Kommentare

Beste Freundinnen haben sich schon mal gegenseitig an die Brust gefasst

Als ich letztens meine DAK – Zeitung durchgeblättert habe, entdeckte ich einen “Was für ein Freundin – Typ bist du” – Test, den ich natürlich gleich ausfüllen musste. Er bezog sich auf die Hilfsbereitschaft bei Problemen und Problemchen und ich bin der Viereck-Typ. Doch schaut selbst:

Also, lasst mich mit euren Luxusproblemen in Ruhe!

2. Mai 2007 Geschrieben von | Fundbüro | 2 Kommentare

   

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